Leben ohne Gluten

by Christin on October 8, 2012

Glutenfreie Ernährung ist der aktuelle Trend in den USA um erfolgreich abzunehmen und fit für den roten Teppich zu sein. Stars wie Gwyneth Paltrow und Miley Cyrus schwärmen von dieser Methode, um ungewünschte Kilos wieder von den Hüften zu verbannen. Letztere hat sogar Ihre Fans dazu aufgerufen, diese Diät ebenfalls zu machen.

Doch ist die Glutenfrei-Diät wirklich zum Abnehmen geeignet?

Und ist es gesund für den Körper?

pixelio @ R_K_by_s.media

Mit Gluten wird das sogenannte Klebereiweiß bezeichnet, das in Getreide enthalten ist und beispielsweise bei Kuchen und Brot dafür sorgt, dass es schön fluffig wird. Es handelt sich dabei um ein Protein, das vom Körper nicht selbst produziert wird. Es ist nicht notwendig für die Körperfunktionen, jedoch ist es aber auch nicht schädlich und deshalb können es die meisten Menschen problemlos verarbeiten. Doch leider ist das nicht bei allen Menschen so, denn einige leiden unter einer Gluten-Unverträglichkeit – auch Zöliakie genannt. Hierbei handelt es sich um eine chronische Entzündung der Dünndarmschleimhaut, welche lebenslang bestehen bleibt und sogar erblich ist. Hierbei werden bestimmte Bausteine der Gluten vom eigenen Körper nicht verarbeitet und somit können viele Nährstoffe in anderen Lebensmitteln nicht richtig aufgenommen und verarbeitet werden und verbleiben daher unverdaut im Darm. Unbehandelt kann diese Unverträglichkeit Lymphome, Karzinome und sogar Lymphdrüsenkrebs zur Folge haben. Die Krankheit selbst kann sich in sehr unterschiedlichen Symptomen äußern. Die Palette reicht von Übelkeit und Erbrechen, über Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust bis hin zu Müdigkeit und Depressionen. Die glutenfreie Ernährung ist hier die einzige Möglichkeit der Behandlung von Zöliakie.

Viele Menschen denken nun fälschlicher Weise, dass sie also durch den Verzicht auf Gluten ebenfalls Gewicht verlieren und sich gesünder ernähren. Dabei hat das eine mit dem anderen in diesem Fall gar nichts zu tun. Denn entgegengesetzt dem Denken, dass man durch weglassen dieses Proteins Gewicht verlieren könnte, enthalten die glutenfreien Lebensmittel, wie Brote, Kuchen und anderes Gebäck, sogar mehr Kalorien und auch mehr Salz als normales Brot und Gebäck. Eine Gewichtsreduzierung kommt also allerhöchstens deswegen zu Stande, weil man sich durch die eingeschränkte Ernährungsweise und Lebensmittelauswahl bewusster ernährt – weil man nicht mehr alles Essen darf und nicht dadurch, dass man auf Gluten verzichtet.

Tatsächlich sind die Zöliakie-Patienten in Ihrem alltäglichen Leben bezüglich der Essenzubereitung stark eingeschränkt, besonders wenn man der einzige zu Haus ist, der daran leidet und deswegen getrennt gekocht werden muss. Denn zu einer glutenfreien Ernährung zählt nicht nur die Lebensmittelaufnahme, sondern auch die Lagerung sowie Vor- und Zubereitung der Speisen. Es empfiehlt sich alle Küchengeräte strikt zu trennen und zu markieren, damit keine Verwechslungen möglich sind. Materialien sollten nicht aus Holz bestehen, da sich Spuren von Gluten in den Rillen und Erhebungen festsetzen können. Es muss ein besonderes Augenmerk auf der Hygiene liegen und alles was einem möglich ist, selbst zubereitet werden. Denn gerade in Fertiggerichten sind Gluten zu finden. Viele Lebensmittel, die sich für eine glutenfreie Ernährung eignen findet man beispielsweise bei PureNature (weitere Informationen dazu finden Sie bei PureNature.de).

Doch was kann man eigentlich Essen – und was nicht?

Zu den betroffenen Getreidesorten gehören Weizen, Hafer, Roggen, Gerste und Dinkel sowie alle daraus hergestellten Lebensmittel, wie Grieß, Mehl, Müsliflocken usw. Wenn man jedoch nicht auf Brot oder ähnliches verzichten möchte, kann sich entsprechende Lebensmittel kaufen, oder diese selbst herstellen. Zu Getreide, welches kein Gluten enthält gehören Reis, Hirse, Mais und Buchweizen. Hierbei wird empfohlen ausschließlich Appackungen mit ganzen Körnern zu kaufen und diese auf Fremdbesatz zu untersuchen. Dafür schüttet man einige Körner auf einen Teller und sucht nach geschroteten Getreideresten, die darin nichts zu suchen haben. Es ist also eher mühselig und aufwändig Essen zuzubereiten und nimmt in jedem Fall mehr Zeit in Anspruch, als wenn man nicht darauf achten müsste. Wenn man sich allerdings genügend mit diesem Thema auseinandersetzt, kann man sich durchaus relativ normal ernähren. Man kann auf andere Getreidearten umsteigen und sich zum Beispiel die Haferflocken fürs Müsli einfach durch Hirseflocken ersetzen oder Buchweizengrieß statt dem normalen Grieß zu verwenden. Bei Brot und Kuchen gibt es viele Rezepte, die man selber zu Hause nachmachen kann. So ist es auch den betroffenen möglich ein einigermaßen normales Leben zu führen. In jedem Fall gilt– ob nun freiwillig für diese Diät entschieden oder zwangsweise aus gesundheitlichen Gründen – so eine Diät oder Ernährungsumstellung nur unter regelmäßiger Beobachtung und Begleitung des Hausarztes durchzuführen.

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